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PRAXIS FÜR FORENSISCHE PSYCHOLOGIE BERLIN

Die Rechtspsychologie ist ein Teilgebiet der Psychologie und hat die Anwendung psychologischer Theorien, Methoden und Erkenntnisse auf Probleme des Rechtswesens zum Gegenstand. Sie lässt sich grob in zwei Unterkategorien der forensischen Psychologie (im Rahmen von Gerichtsverfahren) und der Kriminalpsychologie (Entstehung und Aufdeckung von Kriminalität, Kriminalprävention, Täterbehandlung) aufteilen. Rechtspsychologie ist bedeutsam für alle Gebiete von Recht und Rechtsprechung, in denen grundlegende Aspekte des Verhaltens und Erlebens von Menschen in diesem Kontext eine Rolle spielen. Die forensische Psychologie befasst sich mit dem Zusammenhang von Straftaten und psychischer Verfassung der daran als Täter und Opfer beteiligten Menschen.

Aus historischen Gründen hat sich im deutschsprachigen Raum die forensische Psychologie als eigenständige anwendungsbezogene Teildisziplin der Rechtspsychologie etabliert, die ihre Existenz letztlich dem zunehmenden Bedarf der Justiz an psychologischer Sachkunde verdankt. War es zunächst primär das Strafrecht, in dem die wissenschaftliche Psychologie – etwa bei Glaubhaftigkeit von Zeugenaussagen oder Schuldfähigkeit von erwachsenen bzw. Verantwortungsreife von jugendlichen und heranwachsenden Tätern – instrumentell nutzbar gemacht wurde, so hat sich der Schwerpunkt forensisch-psychologischer Sachverständigentätigkeit in den letzten Jahren immer mehr in das breite Spektrum zivilrechtlicher Problembereiche verlagert.

Rechtspsychologische Gutachten im Familiengerichtsverfahren werden angefordert, wenn in einer Kinder betreffenden Angelegenheit weitere Informationen zur Klärung einer juristischen Frage eingeholt werden sollen. Wenn Gerichte oder Staatsanwaltschaften ein forensisch-psychologisches Gutachten bei uns in Auftrag geben, geht es darum, dass Juristen ihre Entscheidungen in dem jeweiligen Verfahren anhand einer fachpsychologischen Expertise absichern wollen, z.B. wenn Aussage gegen Aussage steht, bzgl. elterlicher Erziehungsfähigkeit, bei etwaigen Kindeswohlgefährdungen, möglichen Hilfemaßnahmen, vorzeitigen Haftentlassungen etc. Das Gutachten muss für den Empfänger nachvollziehbar, transparent, überprüfbar und damit auch verständlich sein. Nur somit kann es den Zweck erfüllen, für die in Auftrag gegebene Fragestellung eine substanzielle Entscheidungshilfe für Dritte zu sein.

Die Sachverständigen leisten ihre Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen und verhalten sich dabei allseits neutral und in der Durchführung ihrer Arbeit objektiv. Sie unterstehen der Schweigepflicht gegenüber Unbefugten und Unbeteiligten. Der diagnostische Prozess richtet sich nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft im jeweiligen Fachgebiet und stellt ein hypothesengeleitetes Verfahren dar. Der Einsatz aktueller Methoden und fachbasierter neuester Literatur nach standardisierten berufsinternen Kriterien ermöglicht eine Ausführung des Gutachtenauftrags in angemessenem Zeit- und Kostenrahmen. Wir sind bundesweit und waren bisher für eine Vielzahl ausschließlich justizieller Auftraggeber tätig. In unserer Praxis werden forensisch-psychologische Gutachten nach den aktuellen Standards der einschlägigen Rechtsprechung erstellt und dazugehörige Leistungen (zum Beispiel Mediation, Supervision) angeboten.

VOTUM CONSULTATIVUM
Gutachten nach JVEG

Strafrecht (StGB/JGG/StPO):

Zivilrecht (BGB/FamFG/ZPO):

 

Wenn Sie unsere Seite besuchen, sind Sie vermutlich von uns angeschrieben und über eine anstehende Begutachtung informiert worden. Wir nehmen uns für die Datenerhebung und Diagnostik mindestens zwei Termine Zeit, der Ersttermin dient hauptsächlich dem gegenseitigen Kennenlernen, hier werden zunächst allgemeine Dinge besprochen, bei Kindern oft auch in spielerischer und zwangloser Form. Ähnlich wie bei einer ärztlichen Untersuchung können Sie über die Teilnahme an einer Begutachtung selbst entscheiden, Ihnen ist die Mitwirkung hierbei freigestellt. Bei einer anstehenden Expertisenerstellung empfiehlt es sich, vorab die Vorgehensweise und die ungefähre Bearbeitungsdauer telefonisch abzuklären. Nach Auftragseingang sichten wir die Verfahrensakten, anschließend ist mit einer Bearbeitungszeit von etwa 12-24 Wochen zu rechnen.

Insbesondere bei Frist- und Haftsachen bemühen wir uns jedoch um eine beschleunigte Bearbeitung und Verschriftung der Expertise. Dennoch kann es insbesondere bei hoher Auslastung durch Verhandlungstermine zu längeren Bearbeitungszeiten hierbei kommen. Die fachpsychologische Untersuchung erfolgt meist im Rahmen von Praxis- und Hausbesuchen, üblicherweise an 2-6 Terminen, je nach Bedarf und Komplexität. Bei den Terminständen werden nur verfahrensgegenständliche Daten erhoben, primär in Form von Explorationen, Beobachtungen sowie ggf. auch Testverfahren. Es wird fallspezifisch entschieden, welche Arbeitsschritte unter Einbezug ethischer Gesichtspunkte indiziert sind, zum Abschluss teilen wir Ihnen die gutachterliche Empfehlung mit. Selbstverständlich stehen wir Ihnen während der mehrwöchigen Bearbeitungszeiten für Rückfragen und sachdienliche Informationen zur Verfügung.

Therapie nach GOP

Verhaltenstherapie (Einzelsetting):

Die Verhaltenstherapie basiert auf der Grundlage der Lerntheorie. Es wird davon ausgegangen, dass störungsbedingtes Verhalten erlernt wurde und auch wieder verlernt werden kann bzw. dass angemessenere Denk- und Verhaltensweisen erlernt werden können. In der modernen Verhaltenstherapie wurden zahlreiche (störungsspezifische) Methoden entwickelt, die empirisch überprüft wurden. Ziel der Verhaltenstherapie ist es, basierend auf einer genauen Problemanalyse gemeinsam mit dem Patienten, auf den jeweiligen Menschen individuell zugeschnittene therapeutische Verfahren anzuwenden. Der Patient wird dabei in den kompletten therapeutischen Prozess aktiv miteinbezogen, er soll quasi zum Experten seiner psychischen Störung und damit auch zum Problemlöser werden. Insofern werden in der Verhaltenstherapie auch immer die Ressourcen der Person aktiviert und die Verhaltensweisen die die Störung aufrechterhalten dagegen versucht durch günstigere stressreduzierende Verhaltensweisen zu ersetzen.

Paar-/Familientherapie (Systemisches Setting):

Bei der Systemischen Therapie liegt der Fokus auf dem sozialen Kontext, zum Beispiel der Familie. Deshalb werden neben dem Betroffenen auch Lebenspartner oder bei Kindern die Eltern in diese Therapieform einbezogen. Die therapeutische Arbeit beschränkt sich nicht allein auf biologisch oder juristisch definierte Familien und Paare, sondern schließt auch andere für die Hilfesuchenden bedeutsame Personen ein. Psychotherapeuten möchten auch von diesen Bezugspersonen wissen, wie sie die beteiligten Personen erleben und wie sich die Beziehungen untereinander gestalten, und versuchen zu verstehen, welche Rolle dabei die familiären oder andere soziale Beziehungen und Kommunikationsstrukturen spielen, aber auch welche Familiendynamik durch eine etwaige psychische Erkrankung eines ihrer Mitglieder entsteht. Die Systemische Therapie geht davon aus, dass die Besserung der psychischen Beschwerden und individuellen Problemlagen innerhalb der Therapiesitzungen angestoßen wird, dass aber die entscheidenden Veränderungen zwischen den Sitzungen erfolgen.

Dialog

Mediation/Beratung (Klientelzentriert):

Ressourcenerzeugende Erziehungs- und Familienberatung im Umgang mit dem Kind soll zur Lösung von Erziehungsproblemen beitragen und Information über psychische Probleme sowie unterstützendes Erziehungsverhalten geben, bei gleichzeitig emotionaler Entlastung und Unterstützung der Elternebene. Überdies soll die Beratung Hilfe beim Aufbau einer positiven Eltern-Kind-Kommunikation als auch für eine nachhaltige Stressbewältigung leisten sowie auf künftige Problemsituationen und deren Lösung vorbereiten. Eine Familienmediation zielt darauf ab, eine gute und für alle Beteiligten tragbare Lösung zu erarbeiten. Die Konfliktparteien werden darin unterstützt, eigenverantwortliche Regelungen für die familiäre Situation zu finden, neue Wege zu gehen und das Potential, das jeder Konflikt bietet, zu nutzen. Allparteilich werden die Medianten auf ihrem Weg zur Konfliktlösung begleitet. Mediationen innerhalb von Familien sind immer dann sinnvoll, wenn es um Scheidung und Trennung geht sowie außergerichtliche Lösungen (eher) angestrebt respektive als sinnvoller erachtet werden.

Supervision/Fallseminare (Fachzentriert):

Supervision und Fallseminare (auch für Absolventen und Berufseinsteiger sowie fachexterne Berufsgruppen) ermöglicht den Blick von außen auf den Arbeitsprozess durch eine objektive Instanz. In diesem Rahmen finden Sie Zeit und Ruhe sowie den nötigen Abstand zum Alltag, um ihr berufliches Handeln zu reflektieren. Supervision ist als ein (weiteres) Beratungsformat für unterschiedliche Themen geeignet, wie bspw. Fallreflexion, Klärung von Teamprozessen oder Verbesserung der kollegialen Kooperation. Daneben beinhaltet unser Setting die praktische Auseinandersetzung mit individuellem Sachverständigenhandeln innerhalb einer spezifischen Fallkonstellation im Straf-und Familienrecht. Supervision als auch Fallseminare umfassen jeweils zwei Zeitstunden, finden an gesetzten Terminen und bis zu einer maximalen Gruppengröße von fünf TeilnehmerInnen statt, wobei auch Einzeltermine in Absprache mit dem zuständigen Anleiter möglich sind.

Kolloquium/Fortbildung (Interdisziplinär):

Über unsere Sachverständigentätigkeit und Interventionsangebote hinaus stehen wir gerne für Fachvorträge, Seminare und als Referenten für Fortbildungszwecke zur Verfügung, wie bspw. in » 2011, » 2015. Die genauen Inhalte und Schwerpunkte unserer Wissensvermittlung stimmen wir mit den Interessenten auf die jeweilige Zuhörerschaft (z.B. Juristen, Polizei, Verfahrensbeistände, Jugendhilfe) ab. Die folgende Auswahl stellt einen Überblick über etwaige Vortragsthemen dar:

Sachverständige

Dr. A. Huber – Diplompsychologin – Psychologische Psychotherapeutin Psychotherapie und Familienrecht
Dr. A. Jacob – Diplompsychologe – Psychologischer Psychotherapeut Psychotherapie und Familienrecht
J. Paschke M.A. – Diplompsychologe – Fachpsychologe für Rechtspsychologie (DGPs/BDP) Straf- und Familienrecht
E. Bux M. Sc. - Masterpsychologin Straf- und Familienrecht
Literatur
 
Kontakt

» Kontaktformular

Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Erstgespräch und klären Sie gemeinsam mit uns Aufgabenstellung, Kosten und Termine! Bei Interesse für Psychotherapie, Beratung, Mediation und Gutachtenerstellung im familienrechtlichen Kontext wenden Sie sich bitte an Frau Dr. A. Huber oder Herrn Dr. A. Jacob. Bei Fragen im Hinblick auf Supervision, Fallseminare, Fortbildung und Sachverständigengutachten im straf- als auch familienrechtlichen Procedere wenden Sie sich bitte an Herrn J. Paschke. Die Inanspruchnahme von Psychotherapie sowie der unter Dialog aufgeführten Leistungen erfolgt nach Kostenabsprache ausschließlich für Selbstzahler. Wir freuen uns jederzeit auf Ihre Anfragen, Anmeldungen und Erkundigungen, und sind bemüht diese zeitnah zu beantworten!
 

Hauptbüro: Hildegard - Jadamowitz - Straße 26
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Dr. A. Jacob
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